
Wald ist extrem wichtig für den Klimaschutz. Er entzieht der Atmosphäre laufend Kohlenstoff durch Photosynthese. Er gibt aber auch Kohlenstoff ab: Einerseits durch Holzernte in Form von Holz für Holzprodukte oder Energieholz andererseits als Totholz, bei dessen Abbau Kohlenstoff in den Boden oder wieder zurück in die Atmosphäre entweicht. Nimmt der Wald mehr Kohlenstoff auf als er abgibt, ist er eine Senke, andernfalls eine Quelle.
Seit 2017 ist der Wald durch den Verlust an lebender Biomasse durch die Klimakrise zur Kohlenstoffquelle geworden! Dies ist aus den Ergebnissen der vierten Bundeswaldinventur hervor. Als Ursache wird vor allem der Verlust von Fichtenbeständen aufgrund der zunehmenden Trockenheit benannt, aber auch hohe Holzentnahmen und Zuwachsstagnation bei Laubbäumen.
Seine wichtige Rolle als „Klimaschützer“ kann der Wald also in Zukunft nur bei einer an aktuelle Erkenntnisse angepassten und nachhaltigen Bewirtschaftung wieder erfüllen. Dabei können unter anderem Waldmodelle sowie bereits durchgeführte Forschungsprojekte und Studien helfen.