Nachhaltigkeit

Umweltwirkungen von Bioenergie - ein kontroverses Thema

Am 15.Mai 2012 fand in Leipzig der 7. Em-Power-Anwenderkurs mit dem Thema “Bioenergie” statt: Während der Veranstaltung habe ich bemerkt, dass das Thema Umweltwirkungen durchaus Gegenstand einer intensiven Auseinandersetzung sein kann, selbst unter Vertretern, die der Bioenergie grundsätzlich alle positiv gegenüberstehen. weiterlesen »

Dokumentation über Anbau von genverändertem Soja in Paraguay

Seit gestern im Kino ist eine Dokumentation über den Anbau von genverändertem Soja in Paraguay: “Raising Resistance”. Dieser Soja wird fast ausschließlich exportiert, vorrangig nach Europa und Asien. Hauptabnehmer sind die Lebensmittelindustrie sowie Fleischerzeuger (Futtermittel für Massentierhaltung), zunehmend aber auch die Biokraftstoffindustrie. Hier wird das aus den Sojabohnen gewonnene Pflanzenöl in einem chemischen Prozess verändert (“umgeestert”), es entsteht “Biodiesel” (korrekt: Fettsäuremethylester FAME). Fast der komplette im nordamerikanischen Raum verwendete Biodiesel stammt aus Soja. Im Film werden die lokalen Folgen des industriellen Anbaus (Bodenauszehrung, Zerstörung lokaler Landwirtschaftsstrukturen, Arbeitslosigkeit, Armut usw.) anschaulich und ohne “erhobenen Zeigefinger” und liefert ausreichend Gedankenanstöße zur Beurteilung billiger Fleischerzeugnisse, aber auch Biokraftstoffen ohne Herkunftsangabe. weiterlesen »

Neuer Vortrag "Gute Klimabilanz = Gutes Produkt?"

Der neue Vortrag „Gute Klimabilanz = Umweltfreundliches Produkt?“ ist fertig. Er soll Gedankenanstöße zur ökologischen Beurteilung von Produkten liefern und wendet sich in erster Linie an Menschen, die gern mehr über Herkunft und Umweltwirkungen der von ihnen genutzten Produkte wissen möchten und bislang wenig vertraut mit den gängigen Umweltkennzahlen und Methodiken sind.

Dazu wird zunächst die kurz Vorgehensweise bei der Erstellung einer sogenannten „Ökobilanz“ erläutert, Möglichkeiten und Schwächen der Methodik werden zusammengefasst. Die gewonnenen Erkenntnisse sowie weitere Quellen und Erfahrungen werden dazu benutzt, um immer wieder auftauchende, interessante Fragen zur Thematik zu beantworten, wie etwa:

  • Bringen Energiesparlampen wirklich einen Umweltnutzen?

Ökologisches Baustoffinformationssystem WECOBIS

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Bei Neubau und Sanierung von Gebäuden stellt sich immer die Frage, welche Baustoffe eingesetzt werden sollen. Insbesondere bei der ökologischen Bewertung stellt sich die Beschaffung geeigneter Daten oft als schwierig und mühsam dar. Herstellerangaben sind hier oftmals kritisch einzuschätzen, da hier natürlicherweise eine vorteilhafte Betrachtung stattfindet und mögliche negative Zusammenhänge nicht erwähnt werden. Eine gute Beurteilungsbasis bildet das vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Architektenkammer zur Verfügung gestellte Baustoffinformationssystem WECOBIS. weiterlesen »

Nachwachsende Alternative zu Kunststoffschäumen

Die amerikanische Firma ECOVATIVE hat eine nachwachsende Alternative zu Kunststoffschäumen  - wie zum Beispiel Polystyrol - entwickelt. Grundsubstrat des Materials sind verschiedene faserige Bioabfälle wie Sägespäne oder Strohteile. Dieses wird mit einer speziellen Pilzkultur versetzt, im Anschluss erfolgt ein Wachstum über einen Zeitraum von einer bis mehreren Wochen. Über Substrat und Wachstumsbedingungen lassen sich die Eigenschaften des Materials auf den geplanten Verwendungszweck einstellen. Möglich sind bisher Verpackungsmaterialien (etwa Weinflaschen), Türfüllungen, Sitzschalen, aber auch Verbundwerkstoffe mit Geweben oder Holz ohne Verwendung zusätzlicher Kleber. weiterlesen »

Ist Ökostrom gleich Ökostrom?

Die dauerhafte Versorgung unserer Gesellschaft mit Elektrizität wird langfristig nur über den Einsatz erneuerbarer Energien machbar sein. Dieser Grundsatz wird heute von niemandem mehr ernsthaft bestritten. Wesentliche Punkte dafür, dass die bisherigen Versorgungsstrukturen nicht mehr von Dauer sein können, sind die Verknappung fossiler Energieträger, die Gefahren sowie ungelöste Reststoffproblematik bei Nuklearenergie sowie das begrenzte Budget an Klimagasemissionen, welches bis zur endgültigen Veränderung unseres Klimasystems zur Verfügung steht. Bereits heute kann jeder Stromkonsument eine solchen Ansatz wählen, bekannt geworden unter dem Begriff “Ökostrom”. Aber ist jeder “Ökostromtarif” gleich gut? weiterlesen »

Kein weiterer nicht nachhaltiger Straßenausbau! Moratorium mitzeichnen!

Jeder, der sich in letzter Zeit mit der Energiethematik, demografischen Entwicklungen sowie gesellschaftlichen Ansprüchen auseinandergesetzt hat, kommt zu dem Schluss, dass sich die Art und Weise des Nah- und Fernverkehrs in Deutschland in den nächsten Jahren wandeln wird. Mit zunehmender Knappheit fossiler Ressourcen und damit verbundenen Preissteigerungen wird der heutige straßengebundene Individual- und Güterfernverkehr nicht mehr zu bestreiten sein. Um zukunftsfähig zu sein, muss bereits heute über Alternativen wie Ausbau des Nahverkehrs, neue Antriebskonzepte, neue Effizienzkriterien bei Herstellungsprozessen sowie allgemeine Verringerung der Transportwege nachgedacht  werden. Nur so werden wir auch in den Genuss der positiven Seiten dieser Entwicklung - weniger Lärm, bessere Luft, Entschleunigung, Regionalentwicklung - kommen, ohne dass diese uns unverbereitet überrollt. weiterlesen »

Broschüre zum konventionellen Energiepflanzenanbau - Durchblick oder Beschwichtigung?

Der konventionelle Energiepflanzenanbau steht von verschiedenen Seiten aus zunehmend unter Kritik. Nicht alle Punkte davon mögen immer berechtigt sein. weiterlesen »

Ölfördermaximum und Klimawandel sind zusammengehörige Probleme

Das Ölfördermaximum (“Peak oil”) und der weltweite Klimawandel sind zwei Probleme, die nur zusammen angegangen werden können. Diese These vertritt Rob Hopkins in seinem Energiewende-Handbuch. weiterlesen »

UBA-Vorschlag zu Biomasse-Nachhaltigkeitskriterien

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Das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau legt im Rahmen des Forschungsprojekts “Bio-global” Vorschläge für Strategien und Kriterien zur nachhaltigen Biomasseerzeugung vor. “Die Nutzung von Bioenergie ist nur dann sinnvoll, wenn deutlich weniger Treibhausgase entstehen als bei fossilen Energieträgern und wenn keine Nachteile für die Umwelt auftreten“ erklärt Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes. Das UBA befürwortet daher die Bindung des Einsatzes von Biomassen an Nachhaltigkeitskriterien. weiterlesen »

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