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Gebäudeenergieberatung

Was bedeutet "Hydraulischer Abgleich"?

Veröffentlicht: 26.01.2017

HeizkörperBei der Inanspruchnahme von Fördermitteln durch KFW und BAFA wird in vielen Fällen die Durchführung eines „hydraulischen Abgleichs“ gefordert. Was ist darunter zu verstehen? Dafür sollte man sich zunächst das Heizungsnetz in einem typischen Wohngebäude vorstellen: Eine Heizungsanlage (zum Beispiel im Keller) versorgt Heizkörper in verschiedenen Teilen des Gebäudes, die sich in unterschiedlichen Zimmern befinden. Gedacht ist das Ganze so, dass im Normalbetrieb in allen Zimmern eine nahezu gleiche, angenehme Temperatur (etwa 20 Grad Celsius) erreicht wird. Die Anlage ist dann ausgeglichen. In der Praxis tritt jedoch häufig der Fall ein, dass nahe der Heizungsanlage befindliche Heizkörper „überversorgt“ werden – heißes Wasser strömt sehr schnell durch.

Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen im Dauertest

Veröffentlicht: 05.11.2016

TaschenuhrEine wesentliches Hemmnis beim Einsatz naturnaher Dämmstoffe stellt die Befürchtung dar, dass diese Stoffe Ihre Gebrauchsfähigkeit nach längerer Zeit durch Durchfeuchtung, Verrottung usw. verlieren können. Dass diese Sorge bei richtiger Anwendung unbegründet ist, hat jetzt eine Langzeituntersuchung der Handwerkskammer Münster nachgewiesen. Im dortigen Demonstrationszentrum wurden verschiedene Dämmstoffe auf unterschiedliche Art und Weise verbaut, mit Messtechnik versehen und über einen Zeitraum von 11 Jahren beobachtet. Dabei konnte eine dauerhafte Funktionsfähigkeit belegt werden. Im Anschluss an den Versuch wurden die Bauteile geöffnet, auch hier ergaben sich keinerlei Beanstandungen.

Vergleich des Energiebedarfs verschiedener Wohnformen

Veröffentlicht: 26.10.2016

Diagramm Energiebedarf pro Kopf

Vor einiger Zeit hörte ich im Radio einen Beitrag über den aktuellen Stand der energetischen Gebäudesanierung. Eine Grundaussage bestand darin, dass zwar der Energiebedarf im Gebäudebestand pro Quadratmeter aufgrund von steigenden Anforderungen in Neubau und Sanierung stetig sinkt, demgegenüber allerdings der Flächenbedarf pro Person steigt. Es stellt sich nun die Frage, ob sich beide Effekte aufheben, pro Person also trotz energetischer Verbesserungen die gleiche Energiemenge für Heizung usw. benötigt wird.

Neuerungen im KfW-Zuschussprogramm 430

Veröffentlicht: 18.10.2016

SchreibmaschineDie KFW Förderbank fördert mit Ihren Programmen „Energieeffizient Sanieren“ die energetische Aufwertung von Bestandsimmobilien. Es sind dabei besonders günstige Kredite zur Realisierung von Einzelmaßnahmen oder auch ganzen Effizienzhäusern verfügbar (Programme 151 und 152). Für Selbstfinanzierer interessant ist außerdem die Zuschussvariante (Programm 430). Hier ist es möglich, einen Zuschuss in Höhe von 10 bzw.

Können Wände atmen?

Veröffentlicht: 19.07.2016

Nein, Wände atmen grundsätzlich nicht. Ihren Ursprung hat diese bis heute immer noch weit verbreitete Vorstellung in einem Experiment aus den 1950er Jahren. Damals gelang es dem Chemiker Max von Pettenkofer, durch eine Ziegelwand hindurch eine Kerze auszublasen. Allerdings baute er dazu mittels eines abgedichteten Trichters einen erheblichen Überdruck auf, der nicht einmal bei starken Stürmen erreicht wird.

Somit gibt es keinen Luftaustausch durch Wände hindurch, ein Luftwechsel findet ausschließlich durch Fenster, Fugen oder über eine Lüftungsanlage statt. Dieser Austausch muss auch immer sichergestellt werden, um verbrauchte Luft zu ersetzen und Feuchtigkeit aus dem Innenraum abzuführen.

Energieberatung im Animationsfilm

Veröffentlicht: 29.03.2016

Ein neuer Film der Deutschen Energieagentur dena informiert Bauherren, wie sie in der Energieeffizienz-Expertenliste schnell einen Fachmann in ihrer Nähe finden, der sie beim energiesparenden Bauen und Sanieren berät und dabei auch die passende Förderung im Blick hat. Dabei nimmt der Film die Zuschauer vom ersten Rundgang bis zum fertigen Effizienzhaus mit und zeigt, wie aus der Sanierungsidee ein Zuhause wird, in dem sich die ganze Familie wohlfühlt. Die im Film erwähnte Expertenliste finden Sie unter diesem Link.

Vortrag zur Gebäudesanierung am 29.10.2015 in Taucha

Veröffentlicht: 17.09.2015

VortragsraumLohnen sich neue Fenster in meinem Haus? Sollte ich Dach und Hauswände dämmen oder lieber nicht? Wie schnell erhalte ich das Geld für eine neue Heizung über die eingesparten Energiekosten wieder zurück? Welche Fördermittel kann ich dafür nutzen? Solche und ähnliche Fragen stellt sich irgendwann wahrscheinlich jeder Besitzer eines älteren Hauses, spätestens wenn Baumaßnahmen oder Reparaturen an der Heizungsanlage anstehen.

Ich halte zu diesem Thema einen Vortrag an der Volkshochschule Taucha, und zwar am Donnerstag, den 29.10.2015 um 18.30 Uhr im Gymnasium in der Geschwister-Scholl-Straße 4 in Taucha, Raum 16.

Wärmepumpen mit Photovoltaikanlagen kombinieren

Veröffentlicht: 11.06.2015

SolargartenDer große Bestand an Photovoltaik-Anlagen und der jährliche Zubau bringen in Sonnen-Spitzenzeiten einen Überschuss an Elektroenergie, während bei nachlassender Sonneneinstrahlung rasch Energie aus dem Netz bezogen werden muss. Die Einspeisevergütung ist nicht mehr sehr attraktiv, die Möglichkeiten des  Eigenverbrauchs sind mit Kühlschrank, Waschmaschine und Geschirrspüler schnell ausgeschöpft. Die Alternative ist die Speicherung des selbst erzeugten Stromes als Elektroenergie oder als Wärme. Das Einschalten  von Wärmepumpen über Photovoltaik-Strom scheitert der Praxis häufig daran, dass die erforderliche  Leistung für den Betrieb der Wärmepumpe zwar installiert ist, dieser Spitzenertrag jedoch meist aufgrund von Bewölkung, niedrigem Sonnenstand usw.

Lecks bei Solarthermieanlagen - Selten, aber folgenreich

Veröffentlicht: 10.06.2015

SolarthermieanlageSolarthermieanlagen sind eine günstige und effiziente Möglichkeit, die Sonnenwärme zur Bereitung von Warmwasser zu nutzen. Damit kann eine erhebliche Menge Heizenergie eingespart werden. Damit die (üblicherweise auf dem Dach montierten) Flachkollektoren im Winter aber nicht einfrieren, wird als Transportmedium Wasser genutzt, welchem etwa 40 Prozent des Frostschutzmittels Glykol zugesetzt wird. Während der letzten Jahre wurden zahlreiche solche Anlagen installiert und laufen in der Regel wartungsarm und problemlos. Undichtigkeiten der verwendeten Leitungen sind bei fachgerechter Ausführung praktisch ausgeschlossen.

Modernisierung von Mietwohnungen

Veröffentlicht: 03.06.2015

Eine anstehende Sanierung der eigenen Mietwohnung stellt sich für die Bewohner völlig anders dar als Umbaumaßnahmen am eigenen Haus. Schließlich werden die Entscheidungen hier nicht selbst getroffen. Hieraus resultieren oft auch Befürchtungen von Kostenumlagerungen, Verschlechterung des Wohnklimas, Lärm und Schmutz u. ä. Demgegenüber stehen aber sicherlich auch die Wünsche nach geringeren Heizkosten und Erhöhung des Wohnkomforts.

In einem interessanten Beitrag auf der Plattform eccuro.com hat Dr. Tietsch von pro Mietrecht typische Befürchtungen und Ängste von Mietern zusammengetragen. Wie diesen eventuell begegnet werden kann, worauf auch Mieter achten können und wie die Modernisierung zum Erfolg für alle Beteiligten werden kann, habe ich im dazugehörigen Kommentar dargelegt.