Energiewende

Vergleich des Energiebedarfs verschiedener Wohnformen

Veröffentlicht: 26.10.2016

Diagramm Energiebedarf pro Kopf

Vor einiger Zeit hörte ich im Radio einen Beitrag über den aktuellen Stand der energetischen Gebäudesanierung. Eine Grundaussage bestand darin, dass zwar der Energiebedarf im Gebäudebestand pro Quadratmeter aufgrund von steigenden Anforderungen in Neubau und Sanierung stetig sinkt, demgegenüber allerdings der Flächenbedarf pro Person steigt. Es stellt sich nun die Frage, ob sich beide Effekte aufheben, pro Person also trotz energetischer Verbesserungen die gleiche Energiemenge für Heizung usw. benötigt wird.

Bewertung "Grauer Energie" bei der Sanierung

Veröffentlicht: 20.07.2016

Titelblatt StudieIn einer Ökobilanzierung des Berliner Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung IÖW wird die bei allen Sanierungen anfallende "Graue Energie" umfassend analysiert und beziffert. Damit sind die Energiemengen gemeint, die bei der Herstellung, dem Vertrieb,der Lagerung und der Entsorgung von Dämmstoffen oder Anlagenteilen anfallen, also im Produktionsprozess enthalten sind. Es soll dabei die Frage geklärt werden, in welchem Verhältnis diese zu den durch die Sanierungen eingesparten Energiemengen stehen und ob sie die ökologische Sinnhaftigkeit von Energiesparmaßnahmen beeinflussen.

Planetarische Leitplanken - im Trickfilm erklärt

Veröffentlicht: 22.09.2015

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) beschäftigt schon seit einiger Zeit mit Strategien zur Umstellung unserer Wirtschaftsweise, so dass unumkehrbare Schäden an unserer Erde vermieden und langfristig unsere Lebensgrundlagen nicht gefährdet werden. Eine Möglichkeit ist die Definition "planetarischer Leitplanken", die mögliche Entwicklungsbereiche vorgeben. Dieses Konzept ist im folgenden Film kurz vorgestellt:

Weitere Informationen, kostenlos bestellbare Gutachten und viel zusätzliches Material finden sich auf der Webpräsenz des WBGU.

Strom aus erneuerbaren Energien ist nicht teurer als fossiler.

Veröffentlicht: 24.10.2014

StromkastenZu diesem Ergebnis kommt eine Meta-Studie der Agentur für Erneuerbare Energien. Da die entsprechenden Märkte selbst für Experten schwer zu durchschauen sind, wurden dafür 20 Einzelstudien nebeneinander betrachtet und verglichen. Ziel war die Beantwortung der Frage, ob die Umstellung auf erneuerbare Energien mittel- und langfristig zu höheren Strompreisen für den Verbraucher führen muss.Das Ergebnis lautet eindeutig: Nein. Schon heute sind demnach zahlreiche Anwendungen auf Basis erneuerbarer Energien wettbewerbsfähig zu "billigem" Strom aus Braunkohle, erst recht im Vergleich zu Gaskraftwerken oder älteren Kraftwerkstechnologien. Dieser Effekt wird sich in Zukunft weiter verstärken. Vereinfacht kann man sagen: erneuerbarer Strom wird billiger, fossiler teurer.

Sommerwärme für den Winter aufheben

Veröffentlicht: 08.07.2014

Sonnenwärme... wenn das gelänge, würden hohe Heizkosten endgültig der Vergangenheit angehören. Leider lässt sich Wärme aber nicht so einfach speichern wie etwa elektrische Energie. Einen guten Schritt weiter in die entsprechende Richtung weist das neue Konzept "Etank". Die Grundidee ist dabei, keinen abgeschlossenen Behälter als "Vorratsraum" für die Wärme zu errichten, sondern das unter einem Haus befindliche Erdreich selbst als Speicher zu benutzen und mit geeigneten Installationen Wärme ein- und auszuleiten. Im  Zusammenspiel mit einer geeigneten Solaranlage lässt sich so über den Sommer genügend Wärme für die folgende Heizperiode bevorraten. Das Konzept wird derzeit in einigen Praxisfällen erprobt.

Aktionscamp gegen Straßenbau

Veröffentlicht: 13.06.2013

PlakatIn meinem Wohnort in Sehlis bei Taucha findet vom 4.7. bis zum 8.7.2013 ein Aktionscamp gegen den Ausbau der Bundesstraße 87 durch das Naturschutzgebiet "Parthenaue" statt. Neben diesem recht konkreten Ziel werden der Erhalt und Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, der Stopp für weitere Flächenversiegelung sowie der Erhalt der letzten unzerschnittenenen Naturflächen um Leipzig als Forderungen formuliert. Ich unterstütze diese Ziele, weil ich finde, dass der motorisierte Individualverkehr im heutigen Ausmaß nicht zukunftsfähig ist und die nötigen Energien und Mittel für den Straßenbau besser in andere Vorhaben wie den Ausbau alternativer Verkehrskonzepte, den Aufbau regionaler Wirtschaftsstrukturen sowie Bildungsarbeit investiert werden sollten.

Bürgergenossenschaft schafft energieautarke Gemeinde

Veröffentlicht: 08.03.2013

Die Gemeinde AhWärmenetzleitungennsbeck im Landkreis Celle ist seit Sommer 20012 unabhängig von Energie-Großkonzernen. Kern des Energiekonzepts ist eine Biogasanlage, welche aus Substraten von lokalen Landwirten elektrischen Strom erzeugt. Die Anlage wurde unter der Bedingung genehmigt, dass auch die anfallende Wärme vor Ort genutzt wird. Die Bürger haben dort bereits Erfahrung mit dem Geschäftsmodell einer Genossenschaft, in dieser Form betreiben sie nämlich seit den 1920er Jahren ihre Wasserversorgung. Daher wurde relativ rasch eine Genossenschaft zur Nahwärmeversorgung gegründet.

Comic zur Energiewende erscheint Ende Februar 2013

Veröffentlicht: 05.02.2013

FiebermannInformationen zum Klimawandel sowie zur Umsetzung der Energiewende einmal anders aufbereitet - das ist die Idee hinter dem neuen Buch "Die Große Transformation". Das Buch erscheint Ende Februar 2013. Der Comic basiert auf dem WBGU-Gutachten „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“. In neun Episoden thematisieren die Mitglieder des WBGU als Comic-Helden die Große Transformation zur klimaverträglichen, nachhaltigen Gesellschaft. Das Buch ist Teil eines vom BMBF geförderten Kommunikationsprojekts zur Bewertung alternativer Wissenstransferansätze für komplexe Zukunftsthemen.

Weitere Informationen zum Buch sowie einige Eindrücke vom Inhalt sind hier zu finden. Einen Eindruck gibt auch das folgende Video:

Nachwachsende Alternative zu Kunststoffschäumen

Veröffentlicht: 17.02.2012

Die amerikanische Firma ECOVATIVE hat eine nachwachsende Alternative zu Kunststoffschäumen  - wie zum Beispiel Polystyrol - entwickelt. Grundsubstrat des Materials sind verschiedene faserige Bioabfälle wie Sägespäne oder Strohteile. Dieses wird mit einer speziellen Pilzkultur versetzt, im Anschluss erfolgt ein Wachstum über einen Zeitraum von einer bis mehreren Wochen. Über Substrat und Wachstumsbedingungen lassen sich die Eigenschaften des Materials auf den geplanten Verwendungszweck einstellen. Möglich sind bisher Verpackungsmaterialien (etwa Weinflaschen), Türfüllungen, Sitzschalen, aber auch Verbundwerkstoffe mit Geweben oder Holz ohne Verwendung zusätzlicher Kleber.